Spenden statt Weihnachtsgeschenke

Ein wenig musste ich mit mir ringen, ob ich denn darüber schreiben möchte, dass es dieses Jahr keine Weihnachtsgeschenke von mir gibt. Zumindest nicht für die ‚Großen‘ (die Kinder bilden die Ausnahme). Weder für Freunde noch die Familie. Auch keine Kleinigkeiten. Denn auch Kleinigkeiten kosten etwas.

Dieses Jahr wird gespendet. Viel wird es nicht sein, aber alles, was ich sonst für Geschenke ausgegeben hätte und ein kleines bisschen mehr. Auch das oft übliche Selbstgestrickte wurde an Obdachlose verschenkt.

Seit den paar Monaten, in denen wir mit unserem Büro in die Innenstadt umgezogen sind, begegnen mir täglich Menschen, die sehr wenig haben. Erfahre ich Geschichten von Lebensumständen, die für uns nahezu unvorstellbar sind. Es hat mich gelehrt, nicht wegzuschauen, den Blick zu senken oder die Straßenseite zu wechseln, sondern eben auch mal zu lächeln, zu grüßen und zuzuhören.

Klar kann man sich die Frage stellen, wieviel Sinn macht es überhaupt,  ein kleines bisschen zu spenden, einen Schal, eine Mütze oder was anderes zum Anziehen zu verschenken? Kann man doch eigentlich auch gleich sein lassen, nützt eh nicht viel, ist doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Ja, mag sein, aber wenn viele dieser Tropfen zustande kämen, wäre es doch irgendwann wirkungsvoll.

Also wird getröpfelt, denn wenig ist immer noch besser als nichts.

Die Projekte

Blick über AugsburgAn dieser Stelle – und das ist der Grund, warum ich den Artikel hier überhaupt schreibe – möchte ich die Projekte gerne nennen, denn vielleicht findet der ein oder andere die Idee ja super und schließt sich an!

Neben einem Obdachlosenprojekt in Berlin (1000x1Euro der Jenny De La Torre-Stiftung) , das ich seit einer Weile mit einem kleinen monatlichen Beitrag unterstütze, weil ich es für sehr wirkungsvoll halte, gehen die diesjährigen Spenden an drei Augsburger Projekte.

1 – „Tür an Tür will die Lebensbedingungen und die Integration von Geflüchteten, Immigranten und Menschen mit ausländischen Wurzeln verbessern.“

2 – „Das Grandhotel Cosmopolis ist ein gesellschaftliches Gesamtkunstwerk in Augsburg und setzt Akzente für ein friedliches Zusammenleben in der modernen Stadtgesellschaft.
Die dringliche Aufgabe der Unterbringung von Asylbewerbern wird hier verknüpft mit kultureller Vielfalt und vor allem mit einem Angebot zur Teilhabe für alle.“

3 – „Der SKM Augsburg, Kath. Verband für soziale Dienste e.V., kümmert sich als gemeinnütziger Verein satzungsgemäß um notleidende Menschen in Augsburg.“ Der SKM betreibt u.a. die Wärmestube in Augsburg und verteilt Essen und warme Getränke an Bedürftige.

In diesem Sinne allen schöne Feiertage!

 

 

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