Kleine Fluchten – Königsbrunner Heide

Kleine Fluchten

Bei meinem letzten Artikel hier im Blog, über den Ausflug zur Klosterkirche Andechs, schrieb ich, wie wichtig mir ‚kleine Fluchten‘ aus dem Alltag sind.

Kleine Fluchten habe ich mir wohl schon immer gegönnt, sie aber erst in letzter Zeit vermehrt als solche wahr genommen. Ich vermute, dass das viel mit dem ‚ich-werde-älter‘ zu tun hat, denn die Regeneration vom Arbeitsalltag, Stress oder körperlicher Anstrengung dauert jetzt länger. Mir war es schon immer wichtig auch außerhalb eines Wochenendes oder Urlaubes Schönes zu erleben oder mir etwas zu gönnen. Oft ist das verbunden mit ‚draußen sein‘.

Nachdem ich vor ein paar Monaten diesen kleinen bis mittelschweren Weckruf erfahren habe, lege ich erhöhte Aufmerksamkeit auf mich und diese kleinen Erlebnisse abseits der Routine. Und ich finde den Begriff ‚kleine Fluchten‘ ziemlich passend. Ich habe also beschlossen, das zu einer neuen Kategorie zu machen und werde mal sehen, was sich dort wiederfindet. Irgendwie finde ich es ganz schön, diese kleinen Erlebnisse, gerade weil sie so wichtig sind, hier festzuhalten.

Königsbrunner Heide

Relativ spontan an einem Samstag Vormittag traf ich mich mit einer Freundin im Augsburger Siebentischwald zu einer Radltour in Richtung Königsbrunner Heide. Die liegt ca. 10 km südlich von Augsburg und so ein bisschen muss man wissen, welchen Weg durch den doch recht großen Stadtwald man wählt.

‚Rastplatz‘ und Trinkbrunnen

Die Strecke ist eben, gut zu radeln und führt überwiegend durch Wald. Hin und wieder öffnet sich der Wald zu Wiesen und es gibt jetzt im Frühling viel Natur zu sehen.

Die Heide ist ein größeres Areal naturbelassener Wiesen mit vielen verschiedenen Gräsern und Blütenpflanzen. Ich habe mich ja schon öfter als echte Botanik-Niete geoutet, das tut meiner Freude an der bunten Blumenvielfalt allerdings keinen Abbruch.

Wir haben dann die Fahrräder abgestellt und sind auf kleinen Pfaden durch den umgebenden Wald um die Wiesen herumgewandert. Es gibt keine Pfade durch die Heideflächen, nur am Rand entlang, was der Natur gut tut.

Ich habe ein bisschen nachgelesen, was es dort alles zu sehen gibt und erfahren, dass ich unbedingt Ende Juni, Anfang Juli wiederkommen muss, da blühen dann Orchideen. Ein prima Grund sich noch mal diese kleine Flucht zu gönnen.

Und weil das irgendwie dazu gehört, war auf dem Rückweg ein Abstecher ins Jägerhaus drin, mit ordentlicher ‚Brotzeit‘, wie es sich für einen Radlausflug eben gehört 🙂

Alles in allem ein echt schöner Halbtagesausflug, mit drei Stunden im Fahrrad-Sattel (für mich noch fast zu viel, aber das war es wert), zünftiger Pause und zum Kaffee und letztem Bundesliga-Spieltag wieder zuhause auf dem Sofa.

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