Hopfensee

Rehatagebuch Woche zwei, Routine tritt ein

Die zweite Woche Reha ist geschafft und langsam tritt die wohl übliche Routine ein. So richtig kann ich das ja nicht beurteilen, da es sich um meine erste Reha handelt, aber nach zwei Wochen hat man auch in dieser recht großen Einrichtung der Fachklinik Enzensberg die Abläufe einigermaßen im Griff.

Man kennt die Essenszeiten, weiß, wann der neue Wochenplan kommt, denkt daran, die Spritzen einzuplanen, kann die Zeit abschätzen, die man von Raum A zu Raum B benötigt, genehmigt sich nach dem Mittagessen einen Cappuccino usw.

Zum Ankommen hier gehört auch das Loslassen und das Einlassen. In der ersten Woche hat das noch nicht funktioniert, heute geht das ganz prima. Ich finde es tatsächlich nicht so leicht, dieses ’sich mal eine Weile nur um sich selbst zu kümmern‘ bzw. andere sich um einen kümmern zu lassen. Jetzt kann ich das endlich zulassen und sogar genießen.

Mir selber geht es jeden Tag ein winziges Schrittchen besser. Die Fortschritte sind echt kleine, das hatte man mir gesagt, aber ich hätte es doch so gerne schneller 🙂

Meine größte Herausforderung besteht darin, nicht zuviel zu wollen. Denn Übertreiben, bis an oder gar über die Grenzen zu gehen, bedeutet in meinem Fall ein Rückschritt. Nervenregeneration braucht Zeit und auch das lernt man zu akzeptieren.

Nie gedacht hätte ich, als konsequente Fitness-Studio-Vermeiderin, dass mir das Training an Geräten gefallen würde oder das Strampeln auf dem Ergometer. Der Blick vom Ergometer auf die umliegenden Berge ist ziemlich motivierend.

Konditionell klappt es bisher nur mit ca. 45 Minuten am schönen Hopfensee entlang, das sind allerdings schon ungefähr 40 Miunten mehr als vor der Diagnose.

Zwei Wochen liegen noch vor mir und mein (nicht mehr so ganz) heimliches Ziel sind die 6.9 km rund um den Hopfensee. Jaja, ich weiß, Geduld, aber man kann ja mal träumen 😉

Und weil es so schön ist ‚unten‘ am See, gibt es jetzt noch ein paar Fotos

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