Lebkuchen, geschüttelt, nicht gerührt – 4aus7 Nr. 18

Lebkuchen geschüttelDas heutige 4aus7 ist leicht außer der Reihe meiner sonstigen Artikel, denn Backrezepte sind eigentlich nicht mein Ding. Überhaupt tu ich mir mit Backen schwer, denn da muss man sich an vorgegebene Rezepturen halten und es kann einiges schief gehen.

Aber natürlich gibt es zu diesem beonderen Rezept eine kleine Geschichte, und da ich die Lebkuchen diese Woche gleich zweimal gebacken habe, lasse ich euch Leser daran teilhaben.

Vor vielen Jahren, so um die Jahrtausendwende 😉 , hat unser damaliger Vertriebsleiter Gerhard zum Sales Meeting im Dezember immer Selbstgebackenes mitgebracht. Unter anderem Lebkuchen. Obwohl ich nicht zu den Lebkuchen-Liebhabern gehöre, schmeckten mir die ziemlich gut. Als Gerhard dann auch noch gestand, dass die echt leicht zu backen sind und für die Zubereitung des Teigs noch nicht mal ein Mixer benötigt wird, wollten wir alle das Rezept haben.

Über die Jahre habe ich die geschüttelten Lebkuchen oft gebacken und sie gelingen mir immer – keine Selbstverständlichkeit bei mir.

Lebkuchen geschütteltIch freue mich auch jedes Jahr darüber, dieses inzwischen verkleckerte Blatt Papier aus meinem Rezepte-Ordner zu ziehen und an ‚alte‘ Zeiten zu denken. Ein kleines bisschen Melancholie und schöne Erinnerung mit hineingebacken schaden den Lebkuchen sicher nicht 🙂 .

So, und hier kommt das Rezept, wie ihr sehen werdet, leicht abgewandelt vom Original.

Rezept Lebkuchen geschüttelt

350g Mehl (ich habe Dinkelmehl genommen)
175g Zucker (ich mag es nicht so süß)
150g getrocknete, klein geschnippelte Früchte (nein, ich mag keine kandierten Früchte und tausche die immer gegen Trockenfrüchte aus)
100g gemahlene Mandeln
2 Teelöffel Lebkuchengewürz
1/2 Teelöffel Nelkenpulver
1 Päckchen Vanillezucker
1 Päckchen Backpulver
-> alles in eine gut verschließbare Schüssel geben und ordentlich schütteln

250ml Milch
150g flüssige Butter
2 Eßlöffel flüssiger Honig oder alternativ ein wenig Vanillearoma
4 Eier
-> in eine weitere Schüssel geben und wieder sehr gut schütteln (kann natürlich auch mit einem Schneebesen gut durcheinander gerührt werden – meine Lösung, da ich nur eine gut verschließbare Schüssel besitze. Bin halt nie zu einer Tubber-Party eingeladen worden, warum wohl? Hmm)

Dann die flüssigen Zutaten zu den trockenen geben und wieder gut schütteln. Man merkt irgendwann, dass es nix mehr zu schütteln gibt, wenn sich die Zutaten gut vermischt haben. Mit einem Teigschaber nochmal nachrühren und den Teig dann auf ein entweder eingefettes Blech oder (mag ich lieber, ist nicht soviel Putzerei hinterher) auf Backpapier geben.
Nicht erschrecken, der Teig ist tatsächlich noch ziemlich flüssig und das Backblech sollte einen leicht erhöhten Rand haben.
Bei 200°C 20min backen.
Noch warm schneiden und je nach Lust und Laune was oben drauf packen.

Einfach, schnell, lecker.

 

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