Archiv der Kategorie: Dies und das

…und noch ein Blogstöckchen – Best Blog Award :-)

11 Fragen Nummer zwei an diesem Wochenende. Schön, wenn man mal ein wenig Zeit verknüpt mit Schreiblaune hat. Dieses Mal darf ich mir sogar selber einen ‚Best Blog Award‘ verleihen! Obwohl, eigentlich gebührt der in meinem Fall natürlich Ute, die sich folgende inspirierende, zum Nachdenken herausfordernde Fragen ausgedacht hat!

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1. Welches Gericht ist für Dich Seelennahrung?

Pellkartoffeln mit Kräuterquark oder alternativ auch mal mit Matjes nach Hausfrauenart mit Äpfeln und Zwiebeln. Da steckt alles drin, Kindheit, Schlichtheit, alles was meine Geschmacksnerven brauchen, schöne Erinnerungen, satt werden mit Genuss.

2. Hat Dich schon mal ein Bild zu Tränen gerührt? Wenn ja, welches?

Nein – aber die Edward Hopper Ausstellung in Köln 2004/5 hat mir den Atem geraubt und ich wollte nach dem Erlebnis der Farbexplosion in den Originalen nie mehr wieder ein Hopper-Plakat ansehen.

3. Was war das mutigste, das Du jemals getan hast?

Da müssten wir ja jetzt erstmal meine Definition von Angst klären. Denn Mut hat ja irgendwie was mit der Überwindung von Ängsten zu tun. Andere finden Dinge an mir mutig wie z.B. mein Fallschirmsprung oder dass ich alleine durch die USA gefahren bin und auf Campingplätzen übernachtet habe. Das Mutigste aus meiner Sicht war, dass ich vor ein paar Jahren einen nahezu unüberwindbaren Berg von Ängsten erklommen und begonnen habe alleine zu großen und kleinen Veranstaltungen, Events, Netzwerktreffen u.ä. zu gehen ohne einen Menschen zu kennen. Das fordert nach wie vor – auch wenn es leichter geworden ist und mein Leben ungemein bereichert – meinen größten Mut und unbeschreibliche Überwindungskraft.

4. Hast Du ein Vorbild?

Nicht dass ich es wüsste.

5. Was ist der Lieblingsgegenstand in Deiner Wohnung?

Der rote 'Würfel' ist meiner :-)
Der rote ‚Würfel‘ ist meiner 🙂

Ich besitze seit meiner ganz frühen Kindheit einen (für jeden anderen total hässlichen) roten ‚Würfel‘-Container. Ich kann mich nicht mehr erinnern wieso der bei meinem Auszug damals überhaupt in einer Umzugskiste landete, aber da ist er und solange er nicht endgültig zusammenbricht, bleibt er auch 😉

6. Was hälst Du – neben dem Rad und dem Feuer – für die großartigste Erfindung des Menschen?

Waschmaschine, Spülmaschine. Sorry, aber da bin ich so richtig Hausfrauen-pragmatisch.

7. Was hast Du immer in Deinem Kühlschank?

Irgendeine Form von Milch, kann auch Hafer-, Dinkel- oder Reisdrink sein. Hauptsache etwas ums übers morgendliche Müsli zu schütten.

8. Kannst Du aus dem Stehgreif ein Gedicht aufsagen?

Absolut überhaupt keines. Schlagertexte kommen mir ständig in den Sinn, die Gedichte-, Zitate- oder sonstwas-Lernphase ist komplett an mir vorüber gegangen.

9. Hast Du ein Lieblingsgeräusch?

Ich liebe das Vogelgezwitscher morgens wenn ich aufwache oder durch den Wald spaziere. Ok, manchmal im Sommer ist es mir zu früh zu laut 😉

10. Welchen Beruf würdest Du für kein Geld der Welt ausüben wollen?

Zahnarzt

11. Gerührt, oder geschüttelt?

Gebraut!

…und hier kommen meine 11 Fragen (ich finde das echt eine schwierige Übung, aber irgendwie muss man ja an Antworten rankommen!):

  1. Kannst Du Dich an Deinen ersten Kuss erinnern? Wenn ja, dann her mit der Geschichte!
  2. Gibt es einen Lieblingsort/-platz in Deinem Leben?
  3. Realität oder Fantasie – Sachbuch/Dokumentation/Biografie… oder Roman?
  4. Wohin würde Deine Traumreise gehen?
  5. Was ist Dir so richtig peinlich?
  6. Nudeln oder Kartoffeln?
  7. Der beste und schlechteste Film, den Du je gesehen hast?
  8. Bist Du schon einmal auf einem höchsten Berg von … (einem Kontinent, einem Land, einer Insel…) gestanden? Wenn ja, wo?
  9. Vor welchem Tier ekelst Du Dich?
  10. Was ist das schönste Geschenk, das Du je bekommen hast?
  11. Wie riecht der Winter?

 

Ich freue mich auf die Antworten (ohne Zwang, nur nach Lust und Laune bitte!!!) von Wilfried, Katharina, Andrea, Wolfgang (gerne auf einem der anderen Blogs 😉 ) … und jeder, der gerne unkonventionell(e) Fragen beantworten mag!

Die Regeln?

So geht das mit dem Blogstöckchen (Beschreibung von Wibke übernommen):

  1. Es gibt keine Regeln. Und falls Ihr doch welche brauchen solltet, nehmt diese hier:
  2. Einfach einen Post zum Thema verfassen, das Bildchen vom Award einfügen und mit demjenigen verlinken, der ihn dir verliehen hat.
  3. Elf Fragen beantworten.
  4. Weitere Bloggerinnen oder Blogger taggen und elf Fragen stellen.

Weihnachtsmarkt in Affing

Im Jahr 2004 wurde der Affinger Christkindlmarkt zum Schönsten in Bayern gekürt. Nicht dass ich davon was mitbekommen hätte, aber heute kamen Freunde spontan auf die Idee, dort mal hinzufahren.

Also haben wir uns zu viert aufgemacht zur kurzen Fahrt hinaus nach Affing. Und waren ziemlich baff ob der Massen an Menschen, die sich da auf dem netten kleinen Weihnachtsmarkt tummelten.

Die Stimmung war super, die Luft von Essens- und Glüh-Getränks-Düften gefüllt, die Atmosphäre weihnachtlich friedlich und auch ein bisschen ländlich, alles irgendwie total nett und stimmig für einen kleinen Sonntagsnachmittagsausflug.

Schön hin und wieder was Neues in der näheren Umgebung zu entdecken, es sind – wie so oft – die kleinen Dinge, die das Leben bereichern.

...eine Spezialität aus Siebenbürgen
…eine Spezialität aus Siebenbürgen
In Zucker gewälzter Hefeteig wird um eine Nudelholz gewickelt und über Holzkohle gebacken, der Zucker karamelisiert
In Zucker gewälzter Hefeteig wird um eine Nudelholz gewickelt und über Holzkohle gebacken, der Zucker karamelisiert

...in gemahlenen Nüssen gewälzt

…in gemahlenen Nüssen gewälzt
...kurz abgekühlt
…kurz abgekühlt
...und warm genossen - super lecker!
…und warm genossen – super lecker!
Frisch geröstete Mandeln
Frisch geröstete Mandeln

Holunderblütenwein, heiß und mit kleinem Schwips
Holunderblütenwein, heiß und mit kleinem Schwips
Zum Wohl :-)
Zum Wohl 🙂
Schöne Stimmung auch am Himmel

Wald – Herbst – Trier

Juchu, es ist Herbst!

Eindeutig meine liebste Jahreszeit, noch vor dem Frühling. Weil das Licht so wunderbar ist und die Farben so grandios. Herbst im Wald, vor allem in einem Laubwald, ist etwas ganz Besonderes. Sind die Farben im Frühling geprägt von Variationen eines satten, leuchtenden Grüns, erstrahlen die Wälder jetzt in einer warmen bunten Farbpalette. Der Boden riecht nach Pilzen, die Luft ist klar, die Tiere bereiten sich auf den Winter(schlaf) vor, Nahrung liegt genug herum.

Meine Heimatstadt Trier ist umringt von Wäldern. Ganz in der Nähe meines Elternhauses liegt das heutige Naturschutzgebiet ‚Mattheiser Wald‘. In meiner Kindheit nannten wir die Gegend nur ‚Franzosenwald‘. Das Gelände war damals strikt tabu, was uns natürlich nicht davon abgehalten hat kleine Ausflüge ins verbotene Land zu unternehmen.

Wald soweit das Auge reicht – ja, man kann sich verlaufen 😉

Der Wald diente einige Jahrzehnte als französischer Truppenübungsplatz, was einerseits natürlich das Tabu erklärt sich in ihm aufzuhalten, andererseits dem Wald die ‚Freiheit‘ bot kleine Biotope zu entwickeln. Klar wurde durch den Bau von Übungsstraßen, das Durchfahren des Waldes mit schwerem Gerät, Truppenübungen, Schießständen oder Baracken in die Natur des Waldes eingegriffen, erhalten blieb durch die militärische Nutzung aber auch der Baumbestand dieses seltenen Traubeneichenwaldes.

Seit 2003 ist der Mattheiser Wald nun als Naturschutzgebiet ausgewiesen, die Franzosen sind weg, der Name ‚Franzosenwald‘ gerät langsam in Vergessenheit, die alten Baracken und Betonwege werden zügig von der Natur übernommen, Wanderwege wurden angelegt und vor allem zahlreichen bedrohten Tier- und Pflanzenarten, Käfern, Libellen, Vögeln, Molchen, Fledermäusen usw.  ein neuer Lebensraum geboten.

Bei meinem letzten Besuch in Trier habe ich mich also an einem wunderschönen sonnigen Herbsttag aufgemacht den Wald zu erkunden. Es fasziniert mich den ehemals verbotenen Pfaden zu folgen, nicht ganz geplant vom Weg abzukommen und durch den lichten Baumbestand zu streifen, kleine Weiher, überraschend nahezu bergige Landschaften zu entdecken und in der Ruhe und dem Geruch des herbstlichen Waldes zu versinken. Ich finde es spannend und toll, dass das ca. 450ha große Gebiet nun zugänglich ist und werde bei meinen Besuchen in Trier ganz sicher wieder Erkundungsausflüge einplanen!

Wald - Trier