Usbekistan – Die Reiseroute

Usbekistan, nun bin ich also dort gewesen. So sehr man hinfiebert auf so eine Reise der besonderen Art, so schnell ist man wieder zurück. Voll gepackt mit Eindrücken und Erlebnissen – genau so soll es sein. Relativ spontan hatte ich die Reise im Reisebüro meines Vertrauens auf Empfehlung des Mitarbeiters meines Vertrauens 🙂 über den Veranstalter Marco Polo gebucht.

Und weil so viele verschiedene Aspekte berücksichtigt und erzählt werden wollen, wird es mindestens zwei Blogartikel zu Usbekistan geben. Beginnend mit diesem zu der Reiseroute und den Sehenswürdigkeiten des Landes.

Wer mich kennt, weiß, dass ich mich nun nicht in detaillierten Beschreibungen zu einzelnen Sehenswürdigkeiten – unsere Reiseleiterin nannte sie ‚historisch bedeutsame Monumente‘ – verlieren werde. Der Einfachheit halber nutze ich die deutschen Namen der Städte.

Die Route

Unser Flug führte uns mit Uzbekistan Airways von Frankfurt in die Hauptstadt Taschkent. Ein entspannter 6-Stunden-Flug, auf dem ich noch nichts über unsere Reisegruppe wusste. Wir sollten uns erst am Flughafen von Taschkent begegnen. Dort angekommen wartete draußen bereits unsere örtliche Reiseleiterin von Ulysse Tour, Maria, die uns die kommenden Tage bis zum Rückflug begleiten würde.

Unsere Gruppe bestand aus 10 Personen, eine prima Reisegröße. Über die nächsten Tage lernten wir uns kennen und wuchsen – jeder in seiner Individualität – zu einem munteren Reisetrupp zusammen.

Taschkent

Nach einem vollgepackten ersten Tag mit Besichtigung von Taschkent, ging es am Abend mit dem Flieger weiter nach Urgench bzw. Chiwa. Dass unser Hotel dort in der Medrese Muhammed Amin Khan sein würde, hatte wohl niemand erwartet und seinen ganz eigenen Reiz. Soviel kann ich sagen, Chiwa war mein persönliches Städte-Highlight. Die über 2500 Jahre alte Stadt mit ihren Sehenswürdigkeiten wird nicht umsonst ‚Freilichtmuseum‘ oder ‚Museumsstadt‘ genannt und steht seit 1990 in der Liste des UNESCO Weltkulturerbe.

Chiwa

In Chiwa hatten wir genug Zeit alleine herumzustreifen und in kleinen Läden einzukaufen. Ich mochte, dass die Altstadt so vollgepackt mit historischen Gebäuden ist und dabei so überschaubar, dass man in zwei Stunden bummeln alles ablaufen kann. Auf einen Turm konnte man hinauf und den Blick von oben genießen.

Am nächsten Tag ging es auf die erste längere Busfahrt über holprige Straßen in ca. 5 Stunden bis nach Buchara. Unterwegs gab es einen Stop in der Wüste, darüber mehr in einem weiteren Blogpost über ‚Eindrücke von unterwegs‘.

Von Buchara habe ich leider außer dem Hotelzimmer und zwei Krankenhäusern nichts gesehen, habe mir aber sagen lassen, dass es überwiegend wieder Medresen (Koranschulen) in dem typischen Stil zu sehen gibt. Schade, denn in Buchara war unser Hotel auch wieder in der Altstadt, so dass man hätte alleine losstiefeln können. Zu meinem eigenen kleinen Abenteuer später mehr.

Am frühen Nachmittag verließen wir Buchara. Auch heute erwartete uns eine 5-stündige Hoppelfahrt durch Wüstengegenden bis wir am frühen Abend mit Samarkand das Zentrum der Seidenstraße erreichten. 2007 feierte diese ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe gehörende Stadt ihr 2750järhiges Bestehen.

Samarkand

Samarkand Registan Platz

Tag 7 der Reise war komplett dieser großen, geschäftigen und mit Sehenswürdigkeiten voll gepackten Stadt gewidmet. Hier konnten wir nicht alles zu Fuß machen, unser zuverlässiger und unermüdlicher Busfahrer Djassur (ich hoffe das ist richtig geschrieben….) chauffierte uns durch den dichten Verkehr Samarkands.

Neben Medresen, Moscheen und Mausoleen, standen in Samarkand noch der Besuch der Sternwarte Ulugbek aus dem frühen 15. Jahrhundert an, sowie ein Besuch am Grab des Propheten Daniel. Letzteres ist unter Baudenkmalerischem Gesichtspunkt eher uninteressant, aber die dreimalige Umrundung des Grabes soll Glück bringen.

Reste des riesigen Sextanten der Sternwarte
Grab des Propheten Daniel

 

 

 

 

 

 

 

 

Am letzten Tag der Reise stand vormittags noch einmal Samarkand auf dem Programm. Die – noch nicht fertig restaurierte – Bibi-Khanum Moschee ist die größte ihrer Art in Zentralasien, eine der größten weltweit. Ein beachtliches Bauwerk.

Zum Abschluss hatten wir endlich Zeit einen Bazaar zu besuchen, der mich, um ehrlich zu sein, ziemlich schnell erschöpft hat. Bunt, laut und geschäftig.

Und so gingen acht Tage in Usbekistan ziemlich schnell vorbei.

Zusammenfassend kann ich sagen, es lohnt sich. Aus den unterschiedlichen Gesichtspunkten. Klar, die Sehenswürdigkeiten des Landes sind faszinierend, orientalisch beeindruckend für meine europäischen Augen und geballt auf doch relativ kleinem Raum.

In einem weiteren Artikel werde ich mich den menschlischen Begegnungen widmen, meinem Kurzbesuch im Krankenhaus und dann folgt – hoffentlich – noch ein Bericht zu Eindrücken von unterwegs. Ein Tagesausflug in die Berge Samarkands soll schließlich nicht unerwähnt bleiben!

Ein Gedanke zu „Usbekistan – Die Reiseroute“

  1. Hallo Claudia,
    Medresen, Moscheen, Mausoleen – alle ähneln sich grundsätzlich in der Bauweise und doch ist man immer wieder begeistert von der fantasiereichen Fasadengestaltung und der Üppigkeit der Ornamente im Innern. Ich möchte noch hinzufügen, dass die Essen in den privat geprägten Häusern die Atmosphäre des Orients gut vermittelt haben. Sehr schade, dass Du davon einiges nicht mitbekommen konntest.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.