Stubaital – ein spontaner Kurztrip in bekannte Gefilde

Sehr spontan hab ich mich an einem Freitag Nachmittag ins Auto gesetzt und bin ins Stubaital gefahren. Ich komme gerne hierher, es ist sowas wie meine Bergheimat.

Wie viele bereits wissen, kann ich zur Zeit noch nicht Bergsteigen, noch nicht mal richtig Bergwandern. Aber ich wollte raus, den Kopf frei bekommen und entspannen und das geht für mich am besten in den Bergen. Zudem möchte ich testen, was schon geht.

Der morgendliche Blick aus dem Fenster sieht schonmal vielversprechend aus

Am Samstag sollte vormittags das Wetter halten und ich habe mir eine leichte Wanderung ausgesucht. Ein Teilstück des ‚Wilde Wasser Weges‘ von der Tschangelair Alm über den Grawa-Wasserfall zur Mutterberg Alm. Nun ist so früh im Jahr im Stubaital noch keine Saison. Die Skifahrer sind weg und für die größeren Wandertouren liegt noch zuviel Schnee. Die Wege werden nach Lawinenabgängen, Überflutungen und Witterungsschäden gerade erst wieder auf Vordermann gebracht.

So ist auch ein kleines Teilstück, nämlich die Überquerung des Sulzenaubaches am Grawa-Wasserfall nicht möglich. Es hat die Brücke weggerissen, eine Alternativroute ist eingerichtet.

Tatsächlich bin ich diesen Weg noch nie gegangen, denn normalerweise zieht es mich im Stubaital immer weiter nach oben. Umso mehr habe ich mich an diesem schönen Steig erfreut. Immer das Rauschen der Ruetz im Ohr oder das Gluckern der kleinen Nebenbäche, geht es die ca. 270 Höhenmeter in gemütlichem Tempo in ca. 2h ohne große Schwierigkeiten hinauf oder hinunter (je nach Laufrichtung). Auf der Hälfte der Strecke kommt man zum imposanten, immer Wasser führenden, Grawa-Wasserfall. Hier zweigt der Wasserweg dann ab zur Sulzenau Alm und weiter zur Sulzenau Hütte bis rauf zum Gletscher, der für den steten Wassernachschub sorgt.

Am Wasserfall können zwei Plattformen erklommen werden, die einen sehr nahe an das ins Tal stürzende Wasser heranlassen.

Mein Weg ging weiter entlang der Ruetz bis zur Mutterberg Alm, die aufgrund des Gletscherskigebiets nichts mehr von ihrem ursprünglichen Charme erhalten konnte. Das letzte Stück muss man sich dann auch über die endlosen Parkplätze des Skizirkus quälen.

Trotzdem, eine richtig schöne Wanderung. Ich habe mir Zeit gelassen, dem Wasser gelauscht, die gute Luft genossen, die wunderschöne Berglandschaft eingesogen und den ein oder anderen Plausch mit Ziegen, Kühen und Fröschen gehalten 😉

Vereinfacht wird so eine Wanderung durchs obere Stubaital durch die gute Busverbindung. Ca. halbstündlich fährt der Bus die gesamte Strecke ab. Mit der Gästekarte, die man bei Übernachtung erhält, ist der Bus sogar kostenlos. Übrigens auch je eine Fahrt am Tag mit den Liften im gesamten Stubaital.

Klar, dass am Ende zur Belohnung noch ein sehr leckerer Kaiserschmarrn auf der Tschangelair Alm drin war.

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