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Stubaital – ein spontaner Kurztrip in bekannte Gefilde

Sehr spontan hab ich mich an einem Freitag Nachmittag ins Auto gesetzt und bin ins Stubaital gefahren. Ich komme gerne hierher, es ist sowas wie meine Bergheimat.

Wie viele bereits wissen, kann ich zur Zeit noch nicht Bergsteigen, noch nicht mal richtig Bergwandern. Aber ich wollte raus, den Kopf frei bekommen und entspannen und das geht für mich am besten in den Bergen. Zudem möchte ich testen, was schon geht. Stubaital – ein spontaner Kurztrip in bekannte Gefilde weiterlesen

Stubaital – sowas wie meine Bergheimat

Letzte Woche war es endlich einmal wieder soweit: ein kurzer Urlaub ins Tiroler Stubaital stand an. Viel zu lange, vier Jahre, war ich nicht mehr dort. Warum bloß? Schließlich ist es gar nicht so weit, liebe Menschen bereiten mir/uns immer ein herzliches Willkommen, es ist wunderschön da und auch nach so vielen Jahren habe ich noch lange nicht alles erwandert.

Aber nun hatte es ja geklappt, gemeinsam mit meinem Bruder – sozusagen eine Geschwisterauszeit – war Wanderurlaub angesagt. Gefreut hatten wir uns auf eine tolle Herbstwetterwoche, das klappte leider nicht ganz. Am Anreisetag kam der Wetterwechsel mit eisigen Temperaturen, Regen im Tal und Schnee bis runter auf 1800m. Stubaital – sowas wie meine Bergheimat weiterlesen

Stubaital – eine Lieblingstour

Auch wenn ich eine meiner Lieblingstouren im Tiroler Stubaital dieses Jahr noch nicht gegangen bin, will ich heute die Gelegenheit nutzen darüber zu schreiben.

Die Tour: Mutterbergalm – Dresdner Hütte – Großer Trögler oder Peiljoch – Sulzenau Hütte – Sulzenau Alm – Grawa Wasserfall

Blick zur Dresdner Hütte
Blick zur Dresdner Hütte

Um das gleich vorneweg zu sagen, der Aufstieg an sich ist nicht so super attraktiv, umso lohnenswerter und spektakulär ist dafür der Ausblick vom Gipfel, und als dicke Belohnung steht die Sulzenau Hütte mit leckerem Essen, tollem Talblick und dem besten Germknödel von Welt bereit 🙂

Seit der Stubaier Gletscher zum Skigebiet wurde, ist die Landschaft dort am Talende leider ziemlich verbaut. Andererseits kann man sich die Gondeln von der Mutterbergalm hinauf zur Dresdner Hütte auch zunutze machen und 600 Höhenmeter sparen. Ich muss allerdings zugeben, dass der Aufstieg zur Dresdner Hütte, trotz der ständig über einem surrenden Gondelbahn, immer noch recht schön ist. Wer also nur ein bisschen wandern, nicht so gerne absteigen oder vielleicht noch weiter bis auf 3150m hinauffahren möchte… es lohnt sich, der Ausblick von der Bergstation Jochdohle ist unbeschreiblich! Und als kleines Zuckerle könnte der erfahrene Bergwanderer die 200 Höhenmeter auf die – zugegeben geröllige – Schaufelspitze mitnehmen.

Dresdner Hütte
Dresdner Hütte

Hier soll es nun aber von der Dresdner Hütte weiter über den Großen Trögler bzw. alternativ das etwas niedrigere und leichter zu überschreitende Peiljoch gehen. Links haltend geht es auf einem markierten Steig über Steinplatten ca. 20 min. bergauf, bis sich der Weg teilt und man sich entscheiden muss, ob es auf den 2900m hohen Trögler oder das 2670m hohe Peiljoch gehen soll.

Der Aufstieg auf den Trögler ist durchgehend sehr steil, felsig, geröllig, stellenweise rutschig und kurz vor dem Gipfel dürfen auch mal die Hände benutzt werden. Wie gesagt, nicht das, was man

Gipfelblick Großer Trögler mit Zurckerhütl und Wilder Pfaff
Gipfelblick Großer Trögler mit Zuckerhütl und Wilder Pfaff

einen schönen Weg nennt. Der felsige Gipfel bietet nur Platz für eine Handvoll Menschen, aber die großen Massen trifft man hier auch eher selten. Kaum zu glauben, ist der Blick auf Zuckerhütl, Wilder Pfaff, Wilder Freiger und die dazugehörige Gletscherwelt doch ziemlich grandios.

Blaue Lacke
Blaue Lacke
Zurckerhütl, Wilder Pfaff, Sulzenau Ferner
Zuckerhütl, Wilder Pfaff, Sulzenau Ferner

Der Einstieg in den nun folgenden sehr langen, 1400 Höhenmeter umfassenden Abstieg sieht auf den ersten Blick nach Kletterei aus, stellt sich dann aber doch als zwar sehr steiler, dennoch gut

Abstieg - Blick Richtung Innsbruck/Nordkette
Abstieg – Blick Richtung Innsbruck/Nordkette

begehbarer Steig heraus. Immer Zuckerhütl und Gletscher auf der einen Seite, das Stubaital bis zur über Innsbruck thronenden Nordkette auf der anderen Seite im Blick, geht es stetig in steilen Kehren bergab bis zur Sulzenau Hütte. Klar, dass hier eine längere, reichlich verdiente Rast inklusive Germknödel (oder was auch immer der Magen begehrt) fällig ist.

Sulzenau Hütte
Sulzenau Hütte

Die Variante über das Peiljoch ist bis auf ein paar kleine Abschnitte weniger mühsam und führt auf den letzten Metern durch eine leicht bizarre Welt aus Felsplatten und Steinmanderl. Hier lebt auch eine Herde Bergziegen, die es sich nicht nehmen lassen an salzigen Bergsteigerbeinen zu lecken 😉

Die wunderbare Aussicht steht der vom Trögler in nichts nach, und als zusätzliches Bonbönchen kann man bis an den Rand des schwindenden Gletschers hinuntersteigen. Über die alte Seitenmoräne des Sulzenau Ferner geht es auf gut markiertem Steig zur Sulzenau Hütte.

Von hier geht es in langen Kehren durch Heidelbeer-, Preiselbee

Blick zur Sulzenaualm
Blick zur Sulzenaualm

r- und Farnbüsche, mit kleinem Abzweig zum ‚Wasserweg‘ entlang des rauschenden Wasserfalls bis zum Talschluss der Sulzenaualm. Ich plane in diesem wunderschönen Tal immer eine weitere Pause ein und tauche meine müden Füße ins eiskalte Gletscherwasser. Die letzten ca. 45 min Abstieg durch den Wald, vorbei am beeindruckenden Grawa Wasserfall schafft man dann auch noch.

Stubai Juli 10, 1 (28)

Grawa Wasserfall
Grawa Wasserfall

Das Stubaital bietet eine rechte gute Busverbindung bis zur Mutterbergalm. So wäre es durchaus möglich die Tour ganz ohne Auto anzugehen, denn alle wichtigen Hüttenaufstiege werden vom Bus bedient. Alternativ kann das Auto an der Mutterbergalm abgestellt werden und man nimmt entweder den Bus ab Grawa dorthin oder mutet seinen Beinen noch den recht schönen Wanderweg zurück zur Mutterbergalm zu.